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Diagnose

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Anspruchsvoll und vielschichtig: die CED-Diagnostik

Je früher eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) erkannt und behandelt wird, desto besser. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn: Es gibt bisher keinen speziellen Test, mit dem der Arzt einen Morbus Crohn oder eine Colitis ulcerosa direkt nachweisen kann. Auch die Unterscheidung zwischen diesen beiden Krankheiten ist manchmal ziemlich knifflig.

 

Die CED-Diagnostik ist deshalb vielschichtig. Die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen und Durchfälle können zahlreiche andere Ursachen haben, die als Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden müssen. Am Anfang des Arztbesuchs steht immer das ärztliche Gespräch, die Anamnese. Bei der körperlichen Untersuchung schaut sich der Arzt nicht nur den Bauch, sondern den ganzen Körper an, da es bei CED auch ausserhalb des Darms zu krankhaften Veränderungen kommen kann (extraintestinale Manifestationen.

 

Blut- und Stuhlproben geben wichtige Hinweise auf dem Weg zur CED-Diagnose, die durch bildgebende Verfahren – allen voran die Ultraschalluntersuchung – in Verbindung mit einer Darmspiegelung, und der Beurteilung von Darmgewebsproben gesichert wird.

Häufig dauert es vom ersten Auftreten der Beschwerden bis zur Diagnose einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung sehr lange – viele Patienten können ein Lied davon singen!

Manchmal führt erst die Verlaufsbeurteilung zur endgültigen Diagnosestellung. In jedem Fall sind auch nach der Erstdiagnose einer CED immer wieder Nachuntersuchungen erforderlich – zur Überwachung von Krankheitsverlauf und Therapieerfolg sowie zur Krebsvorsorge.